80 Jahre Sprungkraft
Seit 1946 geht Cornilleau mit der Zeit und verfolgt stets denselben Anspruch: langlebige, innovative Produkte zu schaffen, die tief in ihrer Epoche verwurzelt sind.
Seit 80 Jahren entwickelt sich die Marke kontinuierlich weiter, geht neue Wege und begleitet gesellschaftliche Veränderungen – ohne dabei jemals ihre Identität zu verlieren.
BBei Cornilleau ist der Ballabsprung mehr als nur eine Spielbewegung. Es ist eine Art, voranzukommen und sich neu zu erfinden, ohne das Wesentliche aufzugeben. Unsere beständige Vision: in Frankreich hochwertige, langlebige und designorientierte Sport- und Freizeitprodukte zu entwickeln, die Menschen verbinden und Freude schenken. Eine Vision, die verantwortungsvoll gelebt wird – im Dienste eines lebendigen französischen Handwerks.
Eine französische Geschichte im Rhythmus des Wandels
DDie Geschichte von Cornilleau ist eng mit der Entwicklung der Gesellschaft verbunden. Es ist die Geschichte einer Marke, die veränderte Lebensgewohnheiten beobachtet, Trends antizipiert und immer mit Präzision darauf reagiert.
Alles begann im Frankreich der Nachkriegszeit, mitten im Wiederaufbau des Landes. In Bonneuil-les-Eaux (Region Oise) trug das von Émile Cornilleau gegründete Unternehmen zunächst zur Instandsetzung regionaler Wohnhäuser bei. Der auf Holzverarbeitung spezialisierte Betrieb war schnell für seine handwerkliche Qualität bekannt. Einige Jahre später, als die Freizeitkultur boomte, vollzog Cornilleau eine entscheidende Wende.
Im Jahr 1969 wollte das bekannte Pariser Kaufhaus BHV ein neues Produkt in sein Sortiment aufnehmen: Tischtennisplatten. Man wandte sich an Cornilleau. Das Unternehmen nahm die Herausforderung an – trotz der extrem knappen Frist, sofort 300 Tische zu produzieren. Der Betrieb wandelte sich rasant und wurde zum echten Spezialisten für Tischtennis. Diese Wende zeigte bereits eine Kernkompetenz von Cornilleau: die Fähigkeit, die Zeichen der Zeit zu erkennen und agil zu handeln.
In den 1980er-Jahren egewannen Gärten einen neuen Stellenwert im Familienleben. Cornilleau erkannte früh, dass der Außenbereich zu einem echten Wohnraum wurde – ein Ort zum Essen, Feiern, Spielen und für gemeinsame Zeit mit Familie und Freunden. Die Marke demokratisierte daraufhin den Tischtennistisch für den Außenbereich, der so konzipiert war, dass er jeder Witterung langfristig standhielt. Diese Entwicklung veränderte die Spielpraxis grundlegend: Heute findet der Großteil des Freizeit-Tischtennisspiels im Freien statt.
Um den Erwartungen der Kunden gerecht zu werden und sich vom Markt abzuheben, setzte Cornilleau schon früh auf Nachhaltigkeit – zu einer Zeit, in der der Massenkonsum eigentlich die Regel war. Die Marke setzte mehr denn je auf das Prädikat „Made in France“, unterstützt durch eine moderne Produktion und ein starkes Netzwerk lokaler Partner. Zudem reagierte Cornilleau auf den Wunsch nach Flexibilität, Sicherheit und Ergonomie mit kompakten, klappbaren Modellen.
Von den späten 1980er-Jahren bis in die 2000er, wandelte sich die Gesellschaft zunehmend in Richtung Unterhaltung und Events. Das Fernsehen gewann an Bedeutung und der Sport wurde sichtbarer. Cornilleau sicherte sich nacheinander die Zusammenarbeit mit zwei französischen Tischtennis-Legenden: Jacques Secrétin, bekannt für seine Shows, machte Tischtennis im öffentlichen Bewusstsein beliebt und nahbar. Jean-Philippe Gatien hingegen veränderte den Blick auf diesen Sport, der immer anspruchsvoller und spektakulärer wurde. Später stieg er fest in das Unternehmen ein, um das Wettkampfangebot gezielt auszubauen.
Cornilleau begleitete weiterhin die Entwicklung des Spiels und trug aktiv zum Aufschwung des Tischtennissports in Gemeinden, Schulen und öffentlichen Räumen bei – mit robusten, spezialisierten Tischen, die den Markt im Sturm eroberten.
Die Marke etablierte sich als Komplettanbieter, der Tischtennis in all seinen Facetten abdeckte und jede Zielgruppe erreichte: Profis, Vereine, Privatpersonen und Kommunen. Zudem entwickelte Cornilleau Outdoor-Schläger, die deutlich langlebiger waren als traditionelle Modelle. Diese ersten Diversifikationen ebneten den Weg für weitere Innovationen.
In den 2010er-Jahren wurden Gärten zu echten Outdoor-Wohnzimmern. Sie wurden stilvoll gestaltet und dekoriert, wobei das Design eine immer größere Rolle spielte. Dieser Trend beschleunigte sich während der Lockdowns und setzte sich in den 2020er-Jahren nachhaltig durch. Cornilleau ging mit „Play-Style“ noch einen Schritt weiter – einer Kollektion stilvoller Spielmöbel. Billardtische, Kicker und jede neue Tischtennisplatte wurden nun als echte Möbelstücke konzipiert, die sowohl funktional als auch optisch absolut ansprechend sind. Getreu der eigenen Kultur brach die Marke mit Konventionen, um modernen Lebensansprüchen gerecht zu werden.
Durch diese Entwicklung erzählt Cornilleau auch ein Stück französische Kulturgeschichte: die eines Landes, das sich von der Nachkriegszeit über die reine Freizeitkultur hin zu einer umfassenden Lebensart entwickelt hat. Eine Lebensart, in der Wohlbefinden, Geselligkeit, die Wertschätzung des Zuhauses und die Liebe zu schönen Dingen einen festen Platz einnehmen.
80 Jahre Innovation
1969
300 Tischtennistische für Weihnachten
Das Pariser Kaufhaus BHV stellt Cornilleau vor eine große Herausforderung: 300 Tischtennisplatten bis Weihnachten zu produzieren! Innerhalb weniger Monate verwandelt sich die handwerkliche Werkstatt in eine leistungsstarke Fabrik. Dank des Mutes von Émile und der Vision seines Sohnes Pierre meistert das Unternehmen diese Aufgabe mit Bravour.
1982
Jacques Secrétin
Cornilleau will mehr als nur ein Hersteller sein – die Marke will neue Maßstäbe setzen! Um das Image von Cornilleau weiter auszubauen und auf Empfehlung eines Einkäufers der COOP-Gruppe, lädt der neue Geschäftsführer Pierre Cornilleau den mehrfachen französischen Meister und Europameister von 1976, Jacques Secrétin, ein, um außergewöhnliche Tischtennisplatten zu entwickeln. Der Tischtennis-Star prägt die Geschichte von Cornilleau nachhaltig, indem er seine Expertise in die Entwicklung von Wettkampftischen einbringt. So wird aus dem Modell „420“ die berühmte „420 Secrétin“. Neben Qualität und einem attraktiven Preis gewinnt die Marke nun auch stark an Bekanntheit.
1988
Ping wird Outdoor
Die Einführung der ersten Outdoor-Tischtennisplatte basiert auf einem revolutionären Material: massivem Schichtstoff (HPL). Diese Innovation bringt Tischtennis nach draußen in Gärten und auf Terrassen. So wird der Sport für jeden zugänglich – und zu einem echten Vergnügen für alle.
1993
Ein Weltmeister als Botschafter
Der Tischtennisspieler Jean-Philippe Gatien, olympischer Silbermedaillengewinner von 1992 in Barcelona, wird offizieller Markenbotschafter. Nur wenige Monate später sichert er sich 1993 in Göteborg den Titel des Weltmeisters. Seine Erfolge machen ihn bis heute zum besten französischen Tischtennisspieler aller Zeiten. Zwischen Cornilleau und „Philou“ beginnt eine wertvolle Zusammenarbeit für zukünftige Innovationen und die Förderung kommender Champions.
2005
Tacteo – Der erste Outdoor-Tischtennisschläger
Der Tacteo revolutioniert als weltweit erster Outdoor-Tischtennisschläger alle Spielgewohnheiten. Hergestellt aus einem innovativen Verbundwerkstoff, ist er absolut stoß- und wetterfest. Mit seinem modernen, farbenfrohen Design setzt er sich in kürzester Zeit auf dem Markt durch.
2019
Mehr als nur Tischtennis
Nach 50 Jahren im Tischtennissport schlägt Cornilleau mit einer neuen Innovation ein weiteres Kapitel seiner Geschichte auf. Nachdem die Marke bereits Tischtennis erfolgreich nach draußen gebracht hat, befreit sie nun auch das Billardspiel von vielen seiner bisherigen Grenzen.
2022
Das Spiel verbindet uns
Nach dem großen Erfolg des Outdoor-Billardtischs erweitert Cornilleau sein Sortiment um einen Outdoor-Kicker und eine konvertierbare Tischtennisplatte. Schon bald folgen weitere Modelle von Tischtennistischen und Billardtischen.
Dieses neue Angebot an designorientierten Spielmöbeln namens „Play-Style“ wächst kontinuierlich weiter und begeistert neue Zielgruppen.
Ein menschliches Abenteuer
Der Erfolg von Cornilleau basiert auf seinen Produkten, vor allem aber auf den Frauen und Männern, die Grenzen verschieben und Visionen in die Tat umsetzen. Seit der Gründung im Jahr 1946 wurde das Unternehmen von drei Präsidenten geführt. Jeder von ihnen brachte seine eigene Vision und Energie ein, um Cornilleau zu der starken Marke zu machen, die sie heute ist.
Émile Cornilleau
Präsident von 1946 bis 1979
Handwerkskunst in der Holzverarbeitung
Als Émile Cornilleau Paris auf Rat seiner Schwiegereltern verließ, um in die Region Oise zu ziehen, wollte er seine Fähigkeiten als Tischler nutzen. Er eröffnete eine eigene Werkstatt, um aktiv zum Wiederaufbau nach dem Krieg beizutragen. So entstanden die Établissements Cornilleau, die unter seiner Führung im Bausektor aufblühten und in den späten 1960er-Jahren rund zwanzig Mitarbeiter beschäftigten.
Pierre Cornilleau
Präsident von 1979 bis 2003
Innovation und Industrialisierung von Tischtennisplatten
Nach seinem Studium stieg Pierre 1961 in das väterliche Unternehmen ein. Sein technisches Fachwissen, sein Gespür und seine industrielle Vision führten 1969 zu einem tiefgreifenden Wandel von Cornilleau – weg vom Baugewerbe, hin zum Tischtennissport. Mit dem Fokus auf Design, Ergonomie, Sicherheit, Leistung und Langlebigkeit trieb er das Unternehmen durch ständige Innovationen voran, um Cornilleau zum Marktführer zu machen. Sein Erfolg ist untrennbar mit seiner Frau Colette verbunden, die im Unternehmen als sein Alter Ego agierte. Sie war es auch, die Anfang der 1980er-Jahre Jacques Secrétin für eine äußerst fruchtbare Partnerschaft gewann, die den Ruf der Marke nachhaltig stärkte.
Michel Zany
Präsident seit 2003
Internationalisierung und Diversifizierung
1992 trat Michel als Vertriebs- und Marketingdirektor bei und verbrachte 11 Jahre an der Seite von Pierre, der ihm die Werte und die DNA des Unternehmens vermittelte. Michel brachte eine unternehmerische Vision mit und schaffte es, das Know-how von Cornilleau weltweit zu exportieren. Nach seiner Ernennung zum Präsidenten im Jahr 2003, als Pierre in den Ruhestand ging, führte er den Geist seiner Vorgänger fort und bereicherte ihn durch weitere Innovationen und die Eroberung neuer Märkte. Er ebnete den Weg für die Diversifizierung des Markenangebots mit einer kompletten Palette an Tischtennisschlägern und -zubehör (2000er-Jahre) und der Einführung eines Outdoor-Billardtischs (2019), gefolgt von weiteren Produkten wie Trampolinen und Kickern.
Hélène Lupette
Generaldirektorin seit 2024
Ein neues Kapitel
Seit 2024 ist Hélène Lupette Generaldirektorin und bildet mit Michel Zany ein komplementäres Duo. Zehn Jahre zuvor als Einkaufsleiterin eingestiegen, erweiterte sie schnell ihre Verantwortungsbereiche auf Lieferkette, Forschung und Entwicklung, Produktion, IT und die Gründung von Cornilleau Steel. Sie hat immer gewusst, wie man mit Pragmatismus und hohen Ansprüchen Grenzen verschiebt. Als menschenorientierte Führungskraft führt sie den Cornilleau-Geist fort, indem sie eine Vision auf kollektive Intelligenz aufbaut.